Blogreihe Space der Woche – AGORA collective Berlin

Mit unserer Blogreihe “Space der Woche” stellen wir euch jede Woche einen Space etwas genauer vor.

Berlin bietet hier einen interessanten Space, das künstlerisch angehauchte AGORA collective, im Stadtteil Neukölln. Vielen Dank an Denis Altschul für das Interview.

 

Wie heißt das Space und wo befindet er sich?

Denis: Das AGORA collective befindet sich im Mittelweg 50 in Berlin-Neukölln

 

Wie kam es zu dem Namen?

Denis: Im April 2011 haben die Brasilianer, Caique und Pedro, das Gebäude im Mittelweg 50 in Neukölln zufällig gefunden. Von den fünf Etagen der ehemaligen Schlosser Fabrik waren zu dem Zeitpunkt nur zwei bewohnt. Die anderen standen leer. Die beide Jungs waren auf der Suche nach einem Ort, wo Multidisciplinarität und Vielfalt herrschen sollte, einen Ort wo Menschen aus unterschiedlichen beruflichen Hintergründen zusammen finden und Projekte entwickeln können. Ein paar Tage später hatten sie schon den Vertrag in der Hand und waren noch am grübeln, ob sie wirklich unterschreiben sollten. Plötzlich sagte Caique “wir  brauchen den Space jetzt und wir sollten jetzt unterschreiben”. Das Wort “Jetzt” heißt auf Portugiesisch AGORA.

Der Startschuss war zuerst nur auf der Fläche des Agora Cafés.Damals wussten sie nicht, dass das Projekt solche Ausmaße annehmen würde. Heute breitet sich das AGORA auf allen fünf Etagen des Hauses am Mittelweg 50 aus.

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Was erwartet die Nutzer?

Denis: Das ist schwer zu sagen… das AGORA hat unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten. Man kann hier auf einen Kaffe vorbei kommen, aber auch zum Arbeiten in unserem Coworking Space. Manchmal gibt es Aktzeichnen-Kurse im unserem Café oder auch Gesangsunterricht. Viele sehen das AGORA auch als Kunsthaus, hauptsächlich weil wir hier von Anfang an regelmäßig Kunstausstellungen veranstalten.

 

Gibt es ein spezielle Zielgruppe, wie zum Beispiel Techies oder Kreative?

Denis: Wie gesagt: das AGORA ist ein multidisziplinärer Ort, an dem alle netten Menschen willkommen sind. Durch unsere künstlerischen Aktivitäten haben wir in Laufe der Jahre hauptsächlich kreative Menschen zum Coworking gebracht. Bei den ca. 50 Personen die regelmäßig hier Arbeiten findet man alle möglichen Fachgebiete – Journalisten, Kuratoren, Fotografen aber auch Techies und Programmierer. Gerade die technischen Bereiche fühlen sich sehr wohl hier, da sie normalerweise nicht mit künstlerisch arbeitenden Menschen zusammen kommen.

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Was macht euren Space besonders?

Denis: Wir haben hier eine sehr familiäre Atmosphäre, es gibt viele Pflanzen und sehr gemischtes Mobiliar. Alles hat eine Geschichte und das kann man in der Ästhetik sehen oder zumindest fühlen. Die wechselnden Kunstausstellungen, die wir im Café und in der ersten Etage haben, bringen auch alle 3 oder 4 Monate “frisches Luft” ins Haus. Wir versuchen die Kunstwerken zu selektieren und an die Jahreszeiten anzupassen.

Es gibt hier auch diverse Aktivitäten die wir unser Mitglieder anbieten, wie z.B. die klassischen Musik-Abende – einmal im Monat wird unser Café zum Kammermusiksaal. Dort präsentieren junge Musiker Werke von bekannten und unbekannten Komponisten. Es ist immer eine gute Gelegenheit für diejenigen, die normalerweise den Konzerthaus nicht besuchen würden. Außerdem haben wir auch einen wöchentlichen Markt  “the food assembly” wo man regionales Gemüse online bestellen und von den Bauern selbst mittwochs hierher liefern lassen kann. Das unterstützt Coworker, die nicht so viel Zeit haben einkaufen zu gehen, aber trotzdem gutes und gesundes Essen haben wollen. 

 

Warum habt ihr euch für diesen Standort entschieden?

Denis: Es ist so schön hier! Es ist ruhig, alle Etagen haben viel Licht und es gibt einen Garten mit Apfelbäumen. Die U8 Leinestraße und U7 Karl- Marx-Str. sind ganz in der Nähe und auch das Tempelhofer Feld ist nur wenige Gehminuten entfernt. Was will man mehr…

 

Wie kann man euren Space am besten erreichen (zu Fuß, öffentliche Verkehrsmittel, Auto)?

Denis: Ich komme fasst immer mit dem Fahrrad, und so machen es die meisten, die in der Nähe wohnen. Ansonsten würde ich die öffentlichen Verkehrsmittel empfehlen.

 

Welche Leistungen bietet ihr den Nutzern an?

Denis: Unser Angebot besteht aus vielfältigen Möglichkeiten wie: eine Etage für kreative Gespräche und eine ruhigen Etage. Wir haben auch eine Teametage wo unterschiedliche Projekte mit drei bis sieben Personen-Teams stattfinden können. Wir bieten auch das sogenannte AFFECT an – unser Kunstprojekt, wo Künstler einen Monat lang lernen wie man mit anderen Künstler zusammenarbeitet. Am Ende gibt es eine kollektive Ausstellung. Jedes Modul hat einen anderen Mentor und ein anderes Thema. Die Gruppen bestehen aus 10-15 nationalen und internationalen Künstler. Außerdem bieten wir auch Event-Spaces für Konferenzen, Seminare, Kurse, Pop-up-Dinners und Performances an. All diese Menschen die unser Räumlichkeiten nutzen, sind einmal die Woche eingeladen zu unserem “Community diner” oder “Community breakfast” zu kommen um sich kennenzulernen, sich auszutauschen, oder auch zusammen zu kochen.

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Warum kommen die Nutzer immer gerne wieder?

Denis: Ich denke das hat unterschiedliche Gründe. Viele finden bestimmt das Essen gut. Manche können sich hier gut in unser “silet- floor” konzentrieren und anderen kommen hierher um Menschen kennenzulernen. Wir versuchen soweit wie möglich einen Raum zu schaffen wo wir und andere sich wohlfühlen.

 

Welche Visionen habt ihr für euren Space und wie sieht euer Space in 3 Jahren aus?

Denis: ha…wie bereits gesagt, AGORA bedeutet “Jetzt”

 

Was erhofft ihr euch durch die Zusammenarbeit mit MESHVILLE?

Denis: Wir hoffen, dass viele neue Menschen und Teams uns und unsere Aktivitäten kennenlernen und vielleicht mal für einen Tag oder länger zum Arbeiten oder auch auf einen Kaffee hierher kommen.

 

Welchen Space empfehlt ihr euren Dauergästen, wenn diese unterwegs sind und nicht bei euch Arbeiten können?

Denis: “Betahaus” und “St. Oberholz” sind unser lieben Freunde und Partner. Wenn man nicht im Agora ist, sollte man auf jeden Fall mal bei einem der beiden vorbeischauen. Sie zählen zu den ältesten und besten coworking spaces in Berlin.

 

Vielen Dank für das Interview

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