Blogreihe “space of the week” – WorkINN Dortmund

Mit unserer Blogreihe “Space der Woche” stellen wir euch jede Woche einen Space etwas genauer vor.

 

Heute schauen wir uns das WorkINN in Dortmund an. Das WorkINN besitzt bereits vier Spaces in Dortmund, in welche uns Tim Schabsky einen näheren Einblick gab. Wir bedanken uns herzlich bei Tim für das Interview!!

Wie heißt der Space und wo befindet er sich?

 

Tim: Unsere Firma heißt Work Inn. Wir haben aktuell vier Coworking Spaces in Dortmund. Unsere „Keimzelle“ das Work Inn-Wickede liegt in der Nähe des Dortmunder Flughafens. Wir haben einen weiteren Space am Hafen in Dortmund (das mag sich für Hamburger jetzt lustig anhören, aber Dortmund hat tatsächlich einen recht großen Binnenhafen). Wir sitzen dort in der alten Hafenverwaltung in einem wunderschönen und denkmalgeschützten Altbau. Unser Space Work Inn-City liegt wie der Name schon sagt in der Innenstadt. Von dort hat man einen wunderschönen Ausblick über die gesamte Stadt. Unser jüngster Space, Work Inn Campus, liegt fußläufig zur TU Dortmund und zur FH. Dortmund ist also schon ganz gut abgedeckt.

 

 

Wie kam es zu dem Namen?

 

Tim: Die Namensfindung war ein iterativer Prozess. Wir hatten damals tatsächlich andere Favoriten, aber die Domain war dann nicht mehr verfügbar. Trotzdem sind wir mit dem Namen Work Inn sehr zufrieden. Der Zusatz „Das flexible Büro“ steht aktuell zur Disposition. Es war damals der Tatsache geschuldet, dass in Dortmund viele Leute mit dem Begriff Coworking nichts anfangen konnten und irgendwie mussten wir ja gefunden werden. Leider fehlt der viel wichtigere Community-Aspekt in diesem Claim völlig. Bald gibt es also ein kleines „Re-Branding“.

 

 

Gibt es eine spezielle Zielgruppe, wie zum Beispiel Techies oder Kreative?

 

Tim: Wir halten wenig von branchenspezifischen Spaces. Die übergreifende Zusammenarbeit z.B. zwischen Techies und Kreativen ist ein großer Teil der Magie. Natürlich machen alleine Techies und Kreative über zwei Drittel unserer Community aus. Ein gewisser Schwerpunkt ergibt sich da ganz natürlich.

 

 

 

 

Was macht euren Space besonders?

 

Tim: Wir betrachten es nicht so sehr als unseren Space sondern als den Space der Community. Ganz konkret bedeutet dies, unsere Community legt zu einem Großteil selbst die Regeln fest, übernimmt wesentliche Teile der Verwaltung und entwickelt unser Konzept weiter. Ein ganz konkretes Beispiel: Wir geben den einzelnen Communities ein monatliches Budget das sie auf den Kopf hauen können wie es ihnen gefällt. Das Work Inn hat lediglich ein Vetorecht wenn es um die Sicherheit usw. geht. An einem Standort werden so u.a. Yoga-Kurse subventioniert an einem anderen Standort gibt es u.a.Freibier. Das tolle, jede Community hat ihre einzigartige Kultur.

 

 

Warum habt ihr euch für diesen Standort entschieden?

 

Tim: Die grundsätzliche Entscheidung für das Ruhrgebiet war einfach: Warum in Berlin den 100 + X Space aufmachen, wenn man sich hier vor Ort austoben kann? Ansonsten spielt immer ein Trade-off zwischen einer lebendigen, attraktiven Lage und einer wirtschaftlichen Miete eine große Rolle. Zudem muss das konkrete Objekt auch den Betrieb eines Coworking Spaces hergeben.

 

 

Wie kann man euren Space am besten erreichen (zu Fuß, Fahrrad, öffentliche Verkehrsmittel, Auto)?

 

Tim: Das variiert natürlich von Standort zu Standort. Grundsätzlich ist eine gute Erreichbarkeit immer gegeben. Viele Coworker nutzen ÖPNV, ihr Fahrrad oder kommen zu Fuß. Allerdings haben wir ein erstaunlich großes Einzugsgebiet, sodass der ein oder andere auf das Auto angewiesen ist. In der City haben wir für unsere Coworker sogar Dauerparker in einer öffentlichen Tiefgarage angemietet.

 

 

 

 

Welche Leistungen bietet ihr den Nutzern an?

 

Tim: Alle Coworker haben 24/7 Access zu unseren Spaces. Die Büroinfrastruktur ist auf „plug & play“ ausgelegt. D.h. Alles was man bauch ist vorhanden (Möbel, Internet, Kaffee, Drucker, Besprechungsräume, etc.). Viel wichtiger ist die lebendige und aktive Community. Wir legen viel Wert auf die Integration neuer Coworker.

 

 

Warum kommen die Nutzer immer gerne wieder?

 

Tim: Zwei Gründe: Erstens können die Coworker im Work Inn einfach richtig produktiv arbeiten. Gerade Coworker die sich von ihrem Home Office befreit haben sind immer wieder erstaunt was man an einem Tag so schaffen kann. Zudem kommen die Leute wegen der anderen Coworker.

 

 

Welche Visionen habt ihr für euren Space und wie sieht euer Space in 3 Jahren aus?

 

Tim: Wir möchten in Zukunft noch mehr Menschen die Gelegenheit geben in unser Community mit wenig Risiko ihre eigenen Visionen und Träume zu verfolgen, ihr Arbeitsleben aktiv nach ihren persönlichen Vorstellungen zu gestalten und einfach eine gute Zeit zu haben während sie arbeiten. Immerhin verbringen wir den Großteil unserer „Wachzeit“ mit Arbeit. Diese Zeit sollte nicht verschwendet werden. Möglichst vielen Menschen diese Möglichkeiten zu geben ist unser Antrieb. Daran arbeiten wir jeden Tag hart. Ein Drei-Jahres-Plan gibt es nicht, das ist etwas für Kommunisten.

 

 

Was erhofft ihr euch durch die Zusammenarbeit mit MESHVILLE?

 

Tim: Unser Space ist bislang nicht auf Tageskunden ausgelegt, u.a. weil uns der Aufwand doch zu groß erschien. Hier erwarten wir uns eine unkomplizierte Abwicklung durch MESHVILLE. Viel wichtiger ist, dass so einige interessante Menschen von außerhalb etwas Zeit in unserer Community verbringen. Letztens hatten wir einen smarten Modeunternehmer aus NYC für einen Tag bei uns. Insbesondere die weiblichen Coworker waren begeistert. Solche Begegnungen wollen wir häufiger ermöglichen.

 

 

 

 

Welchen Space empfehlt ihr euren Dauergästen, wenn diese unterwegs sind und nicht bei euch Arbeiten können?

 

Tim: Es gibt viele tolle Spaces. Da fällt eine Empfehlung schwer. Leider gibt es beim Thema Coworking auch viel Etikettenschwindel. Ich warne davor bei klassischen Business Centern Coworking in Anspruch zu nehmen. Auch öffentliche Angebote sind selten mehr als leere Tische in einem Raum. Ausnahmen bestätigen gelegentlich die Regel. Wenn ich mir einen Lieblingsspace aussuchen müsste, wäre es Mainyard Studios in Hackney, London.

 

Vielen Dank für das Interview!

 

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